Ja wo sind wir denn, wenn wir uns darüber empören, dass es Glaubensgemeinschaften gibt, die Ihre Kinder nicht mehr in den Sexualkundeunterricht schicken, oder Ihnen den Besuch von schulischen Karnevalsveranstaltungen oder Kinobesuchen oder sonst irgendwelchen freudigen oder todsündhaften Ereignissen untersagen.
Durch einen Zeitungsartikel der Neuen Westfälischen wurde ich, dem Herrgott sei dank, darauf aufmerksam gemacht, dass es mir untersagt ist am Karfreitag auf einer öffentlichen Tanzveranstaltung mein Tanzbein zu schwingen. Auch wenn ich mir einen Actionfilm im Kino angucken will, habe ich ein Problem. Obst und Gemüse auf dem Markt erwerben? Nix da!
Wäre ich ein Artist, der seine Künste am Karfreitag darbieten möchte, hätte ich im säkularen NRW ein Problem. Man mag dazu sagen, das sei nicht schlimm. Aber auch die kulturell Anspruchsvolleren müssen auf Ihren Opern oder Musicalbesuch wohl oder übel verzichten. Das Bundesland NRW, verbietet es mir und jedem anderem ganz einfach, egal zu welcher Glaubensrichtung Sie auch gehören mögen.
Für mich als gläubiger Pastafarianer ist dies ein entscheidendes Problem, denn am Karfreitag feiern wir Pastafarianer die Geburt des 47. nudeligen Anhängsels unsres fliegenden Spaghettimonsters, welches eigentlich als eine öffentliche Tanzveranstaltung mit artistischen Darbietungen auf einem Wochenmarkt mit anschliendem Kino- und Opernbesuch gefeiert wird.
Das komplette, zutieft säkulare Feiertagsgesetz des säkularen Bundeslandes NRW finden sie hier: Feiertagsgesetz NRW
Dieses Gesetz zaubert so manchem Heiden ein verwirrtes Lächeln auf die Lippen, und er fragt sich:
“Was geht mich denn euer Fest an?”
