Aus dem Tal der wilden Doofen!

Gehirnschmalz, Leben

Aus dem Tal der wilden Doofen!

No Comments 20 August 2008

Vielleicht kennt Ihr den Moment, wenn man an einem Abend der nicht gerade mit einem extatischen Freudenfeuerwerk verglichen werden kann, sondern eher von gähnender Langeweile geprägt dahinsiecht, sich dazu entschließt die Macht über die Fernbedienung an die Frau Gemahlin abzutreten.

Aargh ein grober Fehler

Niemals, mit der deutlichen Betonung auf niemals, darf man diese Machtübergabe vollziehen. Es wird in viel zu vielen Fällen deutlich bestraft, durch das Drücken einer genau definierten Zahlenkombination in dessen Folge das wahre und untrügliche Böse auf die Mattscheibe geworfen wird. Vielen Männern ist überhaupt nicht bewusst, dass es Menschen gibt die speziell für Frauen etwas wahrhaft fürchterliches vollbringen.

Sie fangen alles was von triefender Schmacht und klebriger Romantik berührt wurde ein, und bannen es in einen 90 Minütigen Film. Wobei diese leibeigenen Luzifers bei der Erschaffung dieses Werkes strikt darauf achten, dass Männer und Frauen es niemals mit denselben Augen sehen können.

Beide sehen eine Welt in der die Eltern mit Vater oder Mutter und Geschwister mit Bruder oder Schwester angesprochen werden. Alle haben englische Vornamen und sollte es einmal Probleme geben die so hart zu knacken sind, dass nicht einmal eine Marmorsäge eine Riefe hineinziehen könnte, so werden diese bei einem Spaziergang auf einer der endlos langen grünen Wiese durch ein respektvolles Gespräch aufgelöst. Desweiteren ist stark auffällig, das blonde Menschen nett und dunkelhaarige böse sind.

Doch obwohl beide dieselben Bilder sehen, so werden diese von den Großhirnrinden komplett anders eingeordnet. Während die Großhirnrinde der Frauen es so definiert, dass gerade etwas unglaublich schönes auf dem Bildschirm passiert was es auf jeden Fall zu verfolgen gilt, definiert die Großhirnrinde der Männer es eher als übelkeiterregendes Emotionsgetriefe welches jeder gesunden Wahrnehmung wiederspricht. Beneidenswert ist, dass die Vorboten des Teufels es bei der Schaffung der vielen Filme dieser Art geschafft haben, dass die verschiedenen Filme die im Grunde alle gleich sind, auf die Frauen mannigfaltig wirken.

Wobei Dieter Bohlen das auch vollbrachte

Wenn Angst von Angst besiegt wird

Gehirnschmalz, Leben

Wenn Angst von Angst besiegt wird

No Comments 12 August 2008

Heute ist so ein Tag, wo eine Angst von einer anderen Angst besiegt wird, denn heute darf der Zahnarzt mich behandeln, obwohl ich eine nicht unerhebliche Angst vor Ihm habe. Zuerst dachte ich, dass die Vernunft der Grund für meinen Besuch bei Ihm ist, inzwischen glaube ich das  aber nicht mehr.

Warum ich Angst vor dem Zahnarzt habe, kann man eigentlich relativ leicht begründen. Es ist nunmal tatsächlich nicht angenehm sich einem meist fremden Menschen auszuliefern, und es zu gestatten, dass dieser einem Schmerzen zufügt. Warum meine Angst aber über das normale Maß hinaus schießt ist mit bisher nicht bekannt. Zumindest hatte ich kein Erlebnis wie es zum Beispiel in the Dentist vorkommt. Allerdings ist meine Angst auch nicht in einem Bereich anzusiedeln die so enorm stark ist, dass Sie nicht durch eine andere Angst beherrscht werden könnte.

Denn welche Angst ist größer, als die im ausgelieferten Zustand Schmerzen auszustehen? Irgendwann einmal so zu lächeln:

Also treibt mich wohl weniger die Vernunft zum Zahnarzt, sondern nur die Angst irgendwann einmal auszusehen wie 90 Jähriger ohne Zahnprothese.

Zur Unterstützung habe ich mir aber noch die Hoffnung eingeladen, die mich in die Praxis fahren soll. Ich habe mir bewusst eine Zahnarztpraxis ausgesucht die auch Behandlungen in Kurzzeitnarkose anbietet. So erhoffe ich mir, dass der gute Zahnarzt meine Weisheitszähne rausbricht und ein zwei kariöse Stellen anbohrt, während ich wie in den 70ern mit den besten Neuzeitdrogen vollgepumpt durch Blumenbete fliege. Danach aufwachen, dem Doktor artig die Hand schütteln und einen Termin zur Nachuntersuchung holen, den ich sicherlich nicht wahrnehmen werde, da die Gegenangst verschwunden ist.

Hoffnung und Gegenangst, ein starkes Team das mich voran treibt.

Ab jetzt keine Tiere mehr

Essen, Gehirnschmalz, Leben

Ab jetzt keine Tiere mehr

8 Comments 09 August 2008

Ich konnte es eigentlich nie so richtig verstehen, wie die Menschen damals beim Anblick einer Kuh auf die Idee kamen, dass diese vermutlich recht lecker schmeckt. Vor allem wenn man bedenkt, dass Fleisch damals roh verzehrt wurde.

Letzten Samstag habe ich mein letztes Stück Tier gegessen. Es war bei einem Geburtstag, und es wurde gegrillt. Sah wirklich gut aus, als das Steak auf den Grill gelegt wurde und die Fetttropfen angefangen haben zu tanzen. Wie dem auch sei, am Tag drauf habe ich aus mir bisher noch unbekannten Gründen beschlossen kein Fleisch mehr zu essen. Ich bin eine Mischung aus mitleidigem Überzeugungstäter und die eigenen Grenzen Austester.

Aus Mitleid mit unseren fellbehangenen Mitbewohnern

Ist ja auch tatsächlich eine wirklich fiese Masche von uns. Wir alle bewohnen den selben Erdball, und nur weil sich herausgestellt hat, dass wir keine natürlichen Feinde mehr haben verputzen wir einfach alles was in der Hackordnung unter uns steht. Da derzeit noch alles unter uns angesiedelt ist, essen wir tatsächlich beinahe alles was lebt. Dieses Spielchen mache ich nicht mehr mit.

Vielleicht essen wir sowieso nur noch Fleisch als Beweis unserer Macht gegenüber den anderen Tieren, denn geschmacklich ist ungewürztes Fleisch wirklich keine große Gaumenfreude. Wenn Sie das nicht glauben, bestellen Sie sich doch mal bei einer großen Burgerkette einen Hamburger und essen nur das Fleisch.

Das schmeckt nicht.

Ich bin mir meiner Macht gegenüber meinen tierischen Mitbewohnern durchaus bewusst, und habe mich entschieden Sie deshalb nicht mehr zu essen. Mit tierischen Mitbewohnern meine ich alle Tiere aus denen Fleisch oder Fisch hergestellt wird. Der Fisch wird mir sicherlich die wenigsten Probleme machen, weil ich finde, dass ein Fisch einfach nur widerlich schmeckt.

Ich habe mir früher bereits des Öfteren diese himmlischen Lehrvideos und Reportagen über Fleischproduktion und Schlachthöfe angesehen. Es ist doch merkwürdig wie es einen ekelt bei den Bildern die der Fernseher auswirft, aber wie schnell diese Bilder wieder in den Hintergrund rücken wenn die Mittagsglocke läutet. Mit ein Grund warum die großen Burgerketten wie MCD oder BK so stetig hohe Umsätze fahren ist, dass deren Fleisch immer möglichst wenig nach toten Tieren aussieht. Das ist ein beweisbarer Fakt.

Ich möchte jetzt diese Reportagen und Bilder der toten Tiere mehr vor meine geistige Mattscheibe holen, und aus Mitleid auf dem Verzehr von Fleisch verzichten.

Das Austesten der eigenen Grenzen

Durch mein erfolgreiches Beiseitelegen der Zigaretten habe ich vermutlich Blut geleckt meine eigenen Grenzen auszutesten. Da ich ja der Überzeugung bin, dass wir alle bloß Junkies sind und jedes Aufhören ein kleiner bis großer Drogenentzug ist, teste ich mal aus wie süchtig ich denn tatsächlich bin. Wenn meine Theorie stimmt, dann mache ich die ersten Wochen, (evtl. Monate) einen Entzug durch, welcher aber ab einem bestimmten Zeitpunkt durchbrochen ist. Wenn ich also in einem Jahr immer noch kein Fleisch gegessen habe, dann kann ich mich mit jedem Tier auf der Welt anfreunden ohne Angst zu haben mich irgendwann für seinen Tod mitverantwortlich zu fühlen, wenn auf dem Grill wieder die Fetttröpfchen des Nackensteaks Salsa tanzen.

Natürlich bin ich mir bewusst darüber, dass ich mir jetzt Alternativen schaffen muss. Ich wusste vorher schon nie was ich kochen und dann essen soll, was jetzt natürlich noch erheblich schwieriger wird.

Was ich nicht möchte

Ich habe wirklich keinerlei Interesse daran Leuten mit meinem „nicht-Fleisch-essen” gehörig auf den Sack zu gehen. Ich werde also kein militanter Beschützer der Fellbehangenen, der Leuten vor McDonalds auflauert um Ihnen die Burger aus der Hand zu schlagen.

Fürs Erste trage ich auch weiter Lederwaren, (also kein Fetisch, sondern Schuhe und Gürtel…) und esse den Hühnern die Eier weg. Wobei ich bei den Eiern strikt darauf achte BIO Eier zu kaufen, oder zumindest Freilandhaltung. Denn diese Käfighaltung ist wirklich eine verachtenswerte Sauerei.

Der Anreiz

Hier ein schöner Anreiz für all diejenigen, die ebenfalls Interesse daran haben Kühen ohne ein schlechtes Gewissen in die Augen zu sehen. Sozusagen als Motivationsspritze. Dieses Video ist eine Doku der PETA.

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Der Hausarzt 2.0

Gehirnschmalz

Der Hausarzt 2.0

1 Comment 08 August 2008

Mir scheint ein großer Teil der Ärzte, die sich der hausärztlichen Versorgung angeschlossen haben, verdienen Ihr Geld inzwischen als Hausarzt 2.0. Dieser Hausarzt 2.0 hat ähnliche Fähigkeiten wie eine Kristallkugel.

Meine telefonische Diagnose sagt…

Wenn früher ein Hausarzt feststellen wollte, ob jemand ins Krankenhaus eingewiesen wird oder nicht, so war es unabdingbar eine Diagnose zu stellen. Besonders dann, wenn die Einweisung mit einem Rettungswagen in Begleitung eines Notarztes durchgeführt werden soll. Zur Diagnosestellung hatte ein Hausarzt mehrere Möglichkeiten:

  • Die Anamnese
  • Körperliche Untersuchungen mit oder ohne einfache Hilfsmittel
    • Inspektion
    • Palpation
    • Perkussion
    • Auskultation
    • EKG, Blutdruck, Blutzucker
  • Reflexuntersuchungen…

…sowie noch einige weitere. In Anbetracht seiner Untersuchungsergebnisse stellt der Hausarzt seine Diagnose. Scheinbar haben sich die Zeiten aber radikal geändert. Selbst alteingesessene Hausärzte die beinahe gar nichts mehr dazulernen sind vom Hausarzt 2.0 Fieber gepackt. Diagnosen werden einfach telefonisch über eine Fremdanamnese gestellt. Alle anderen Möglichkeiten haben Ihre Bedeutung verloren. Das Prinzip ist recht einfach, man lässt sich einfach von seiner Intuition leiten.


Rrrrrrinnnng

Anrufer:
Hallo Herr Doktor, die Mutter sieht gar nicht gut aus. Sie liegt nur noch, trinkt und isst sehr wenig. Außerdem ist Sie seit kurzem so schläfrig.

Hausarzt 2.0:

Mir scheint die Mutter hat einen kleinen Schlaganfall erlitten. Das sollten wir einmal stationär abklären. Rufen Sie doch bitte über die 112 einen Notarzt und teilen Sie mit, dass Sie auf dem Weg ins Krankenhaus die Papiere in meiner Praxis abholen sollen.

Anrufer:
Danke Herr Doktor!

Zeitmanagement und Kostenkalkulation

Die Praxis läuft seit der Einführung des Hausarzt 2.0 Systems auch viel flüssiger. Wieviel unnötige Zeit wurde damals noch für nervige Hausbesuche verschwendet. In den jetzigen Zeiten ist alles soviel besser. Ein kurzes Telefonat, der Arzthelferin zurufen, dass Sie die Papiere für Frau Mutter fertig macht und das Selbe verdient wie vorher.

Das einzige Problem ist die Treffsicherheit der Diagnosen. Der Prozentsatz derer die vorher ins Schwarze trafen liegt doch signifikant höher.

So fragt sich der Rettungsdienst zwar warum der Hausarzt eine Dehydratation für einen Apoplex gehalten hat, aber fürs Denken werden die auch nicht bezahlt.

Aber hey. Gott sei Dank kritisiert ein Arzt den anderen nicht.

Raus aus meinen Träumen Ihr Monster

Gehirnschmalz

Raus aus meinen Träumen Ihr Monster

2 Comments 31 Juli 2008

Was soll das überhaupt? Ich gehe abends ins Bett und fange an zu träumen. Benötige ich diese Einrichtung für irgendetwas? Geht es mit schlechter wenn ich nicht träume? Naja, darum sollen sich andere bemühen.

Meine Traumerlebnisse fokussieren sich jetzt seit mehreren Wochen auf ein Thema: “Ich rauche Zigaretten.” Allerdings ist das kein Wunschtraum, oder ein irgendwie gearteter schöner Traum, sondern ich würde es vielmehr als Zwischenstufe zwischen Alptraum und absurdem Traum stellen. Allerdings von einer Realität geprägt die auf mich teilweise sehr erschreckend wirkt.

Wie aus der Sidebar zu entnehmen ist, bin ich seit Tagen Nichtraucher, und möchte es auch weiterhin bleiben. Tagsüber habe ich keinerlei quälende Gedanken ans Rauchen und mich plagen auch keine intensiven Verlangen nach Zigaretten mehr, die mir den Tag versauen könnten. Deswegen empfinde ich meine Nachtempfindungen als absolut unnütz.

Ich bin nicht alleine

Wie mir berichtet wurde, geht es aber vielen Rauchern so, dass Sie nachts träumen Sie würden rauchen. Bei mir hat diese Träumerei nach ca. 3 Wochen Nichtrauchen begonnen. Ich hatte einen sehr realen Traum, dass ich eine Zigarette rauche. Meist träume ich irgendwie in einer Zwischenphase zwischen Beobachter und Selbsterleben. Ich ärgere mich wahnsinnig und schimpfe mich wie ein verrückter aus.
Du Vollidiot! Wie kannst du jetzt nur eine Zigarette rauchen. Jetzt ist alles dahin und du wirst wieder ein ganz normaler Raucher!!!“

…dann wache ich auf und freue mich wahnsinnig, dass das bloß ein Traum war.


Jetzt wäre es ja theoretisch möglich, dass ich mich die nächsten Male wenn ich etwas Derartiges träume, einfach an diesen Traum zurückerinnere und erstmal austeste ob ich schlafe oder wach bin bevor ich mich ausschimpfe.

Aber denkste!

Meine Träume sind verdammt ausgebufft und vesauen mir trotzdem weiterhin die Nächte. Obwohl ich jetzt sicherlich bereits 20 Raucherträume durchlebt habe, die alle nach demselben Schema ablaufen, also:

  1. Rauchen
  2. Ausschimpfen
  3. Aufwachen
  4. Freuen,

gelingt es mir nicht mich im Traum auf die Probe zu stellen um herauszufinden ob ich schlafe oder wach bin. Mein Ziel ist es deshalb mich einer Gehirnoperation in Mexiko zu unterziehen, die dort recht günstig angeboten wird. Dabei wir unter anderem genau definierte Teile der Pons sowie Teile des Frontalhirns püriert. Der mexikanische Neurochirurg erklärte mir, dass das Verfahren große Ähnlichkeiten mit der Herstellung von Apfelsaft habe.

Jedenfalls habe ich das mit meinen zugegeben spärlichen Spanischkenntnissen so verstanden.

Sollten meine Träume also binnen 2 Wochen nicht enden, beginnt die OP!

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Religionskrieg ist: Wenn sich Menschen gegenseitig töten um herauszufinden wer den besten unsichtbaren Freund hat!

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