Gehirnschmalz, Leben

Was müssen das für Menschen sein

0 Comments 11 Juni 2009

…denen es leicht fällt Scheitelpunkte einer quadratischen Funktion zu errechnen, dabei aber selbst den Scheitel auf dem Kopf vergessen, geschweige denn ihn im Spiegel zu richten. Die voll darin aufgehen, wenn sie mit diversen Algorithmen komplexe mathematische Probleme lösen und sich danach auf die Schulter klopfen und denken sie hätten etwas reelles geleistet, anstatt dem Rhythmus zu lauschen um zu entspannen oder bei Rhythmus und Getränk mal ordentlich einen drauf zu machen. Es sind wahre Genies die es vorziehen Graphen in Koordinatensysteme zu zeichnen anstatt den VHS-Kurs im Bodypainting zu besuchen um spannenderes Zeichnen zu erlernen. Ich finde es wirklich toll, wenn Menschen in quadratischen Gleichungen sofort die dazugehörige Parabel vorm bildlichen Auge sehen, sie aber in Filmen nicht erkennen wenn sie einem ins Auge springt.

Ne, mal im Ernst. Bei Mathematik verstehe ich wirklich keinen Spaß mehr. Da hört es bei mir auf. Meiner Meinung nach gehört ein Zusatzartikel zum Schutz vor höherer Mathematik in das Grundgesetz. Es gibt einfach Menschen, die Mathematik nicht können. Die sie verabscheuen, sie hassen. Hasstiraden ausspeien sobald man zu einem mathematischen Thema befragt wird. Das ist keiner dieser Fälle wo man das Interesse an dem Fach anlernen kann, oder wo die Lehrperson höheren Einfluss auf das Interesse des Studierenden hat. Nein, es muss meiner Meinung nach einfach akzeptiert werden, dass das zwanghafte Erlernen von Mathematik bei gewissen Menschen Risse im Grundbau hinterlässt. Ich spreche hier von tiefen Wunden die wichtige Areale in der menschlichen Psyche in der Art verletzt haben, dass sie Auswirkungen auf die allgemeine  Grundzufriedenheit haben.

Spezifische Hochschulberechtigung
Ich sehe durchaus ein, dass Kopfrechnen, leichte Prozentrechnung und die Grundzüge der Geometrie im täglichen Leben hilfreich sein können, und bin auch der Meinung, dass dieses in der Schullaufbahn bis zur Fachoberschulreife gelehrt werden sollte. Dies allerdings in einem Rahmen, den man als Realitätsnah bezeichnen kann. Also leichte Mathematik, die einem bei Alltagsproblemen helfen kann. Darunter fallen alle Rechenarten, die man im Kopf leicht behalten kann um sie so in der Praxis effektiv verwenden zu können.
Danach stelle ich mir anstatt des Abiturs als allgemeine Hochschulberechtigung eine spezifische Hochschulberechtigung vor, die speziell auf bestimmte Kategorien von Studiengängen vorbereitet. So haben angehende Philosophie Studenten keinerlei Mathematik (außer auf Wunsch) in ihrer Hochschulvorbereitung und angehende Studenten im IT Bereich erlernen keine Gedichtinterpretation. Denn beide benötigen es nicht.
Durch diese Regelung fällt bei der Abschlussnote auch nur die Studienfachspezifische Leistung ins Gewicht und nicht wie bisher auch Fächer die mit dem eigentlichen Studiengang rein gar nichts zu tun haben.

Naja, bis es soweit ist, widme ich mich der quadratischen Ergänzung.
Bis dahin!

schwachnajamittelgutgrandios (bisher unbewertet)
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Und wenn irgend jemand je ein Monopol auf die Dianetik beanspruchen würde, dann können Sie sicher sein, daß dies aus Gründen geschieht, die nichts mit der Dianetik, sondern mit Profit zu tun haben. — L. Ron Hubbard

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