Erlebtes, Leben

Serengeti Festival in Stukenbrock

0 Comments 29 Juni 2009

serengetiEs sind pipifeine Tage wenn man neben langhaarigen, harten Rockern campt, die sich wie in einer Gruppentherapie ihren angestauten Lebensfrust von der Seele reden. Wenn Wortfetzen wie „Mein Vater ist ein Arschloch…“, oder „wir bleiben auf ewig befreundet…“ davon künden, dass in naher Zukunft einer der harten Jungs im Arm seines ebenso harten Kumpels liegt und Rotz und Wasser heult.

Alkohol und Väter die Arschlöcher sind, sind eben eine eisenharte Konstellation, die selbst den härtesten Rocker in behütete Arme treibt, wo er die angestauten Tränen des Jahres vergießen kann.

Nett anzusehen, die homogene Masse aus schwarzen T-Shirts, kurzen erdbraunen Hosen und schwarzen Lederstiefeln die die Erde der Senne in Staub verwandeln, welche dann beim Pogen in die Luft gewirbelt wird, nur um wenig später kiloweise in meinen Nasenhöhlen und Lunge zu verschwinden, wo ich sie nur unter Aufbringung von druckvollem Husten sowie Schnäuzen in Teilen wieder herausbekomme. Ein kurzer Blick in die Glasscheibe des Verkäufers der Asiabude verrät mir, dass ebensoviel  Erde durch geschickte Symbiose mit Schweiß im Gesicht kleben geblieben ist. Bei einem kurzen Nickerchen zwischen der Asiabude und der Pizzabude einen Stupser in die Seite vom Fuß meines Finanzdienstleisters des Vertrauens erhalten. Bloodhound Gang kommt! Bier lässt auf sich warten, egal..

Nicht jeden Tag kann man sehen, dass Evil Jared Hasselhoff, seines Zeichen Gitarrist der Bloodhound Gang sich ein Seil um den Penis bindet um damit einen Rollwagen auf dem Jimmy Pop sitzt über die Bühne zu ziehen, oder einen Bier Krug auf ex verdrückt, ihn danach mit dem Stilmittel des Vomitus wieder bis zur Hälfte füllt, um ihn dann unter dem Gegröhle der Menge ein zweites mal zu leeren.

Ach ja, schön war’s. Die Senneerde hängt mir in Teilen immer noch in der Nase und ich finde es immer noch witzig wenn langhaarige Festivalbesucher, deren Habitus mit dem normalen bürgerlichen Leben nichts zu tun hat und die wirken als müssten sie das Jahr nur irgendwie rumbringen weil das Licht am Ende des Tunnels ein Rockfestival ist, sich Ohrenstöpsel kaufen weil ihnen die Musik zu laut ist.

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Bis nächstes Jahr beim Serengeti  Festival in Stukenbrock und ein herzliches Dankeschön an den Campingplatz Am Furlbach.

schwachnajamittelgutgrandios (bisher unbewertet)
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