Allein in Deutschland leben 7,8 Millionen Menschen, die eine Depression in Ihrer Krankenakte stehen haben. Das geht aus Daten den Max-Planck Institutes hervor. 7,8 Millionen Menschen oder genauer: 4,4% aller Männer und 13,5% aller Frauen. Von Tieren mit Depressionen in Deutschland hört man eher wenig. Wie kommt das? Ist bei Tieren eine Depression schwerer zu diagnostizieren als bei einem Menschen?
Mal eine Theorie. Was wäre wenn der Mensch sich viel zu schnell entwickelt? Also nicht das Heranwachsen vom Kind über den Jugendlichen bis er schließlich als Erwachsener gilt. Sondern die Entwicklung vom Wald- oder Buschmenschen zum jetzigen in Betoncontainern (..also Häusern) wohnender achso gebildeter Mensch.
Unser Körper hat es nicht geschafft, dieser schnellen Entwicklung zu folgen. Oder warum sollten uns in dieser Welt in der wir leben noch Haare vom Kopf wachsen. Was wollen wir heutzutage mit Weisheitszähnen und einem Appendix (Blindarm). Warum schüttet unser Körper Unmengen Adrenalin aus, wenn wir uns erschrecken. Damals machte das alles Sinn. Die Haare als Schutz, die Weisheitszähne als Ersatz und der Appendix aufgrund der Fremdstoffreichen Ernährung und wenn ein Löwe, Tiger oder sonstiges Raubtier uns erschreckt, dann können wir Adrenalin gut gebrauchen um zu kämpfen oder um wegzulaufen.
Wenn unser Körper es nicht geschafft hat, hat es unser Geist geschafft? Mal sehen, wir werden geboren und ab dem sechsten Lebensjahr fangen wir an zu lernen mit der Welt klarzukommen, oder sagen wir es anders. Man beginnt seine Ausbildung, um erfolgreich in dieser Welt zu leben. Damit man nicht untergeht. Damit man später Geld verdienen kann. Vom 6. Bis zum 16. Lebensjahr verbringen wir unsere Zeit in der Schule. Das sind 10 Jahre, in denen wir lernen uns in dieser Welt zurechtzufinden. Danach folgen Berufsausbildung und jahrelange Arbeit.
Vielleicht ist diese Entwicklung für einige Menschen zu schnell gegangen. Man hat vielleicht auch zu viel Zeit nachzudenken. Vor allem, wenn es um Sinnhaftigkeit geht. Unser ganzes Leben lang lernen wir das unser Handeln einen bestimmten Sinn hat.
Als Beispiel: „Ich räume meine Wohnung auf.“ Der Sinn dahinter ist, danach ist Sie sauber.
Oder, ich bin Koch und: „koche ein Essen.“ Der Sinn dahinter ist, dass dieses Essen später jemand Essen möchte. Also ganz einfache Dinge, diese Liste könnte man natürlich endlos weiterführen.
Wenn man sich jetzt fragt: “ Welchen Sinn hat eigentlich mein Leben? Wo liegt der Sinn dahinter, dass ich geboren wurde, 10 Jahre zur Schule gehe, danach arbeiten irgendwann in Rente gehe und dann sterbe?“ Ist da irgendein Sinn hinter? Zu sagen, der Sinn ist es andere Menschen zu unterstützen, oder für die Allgemeinheit ein Ziel zu verfolgen ist auch keine wirkliche Antwort, denn wo ist der Sinn, dass die anderen Menschen auf der Welt sind? Viele depressive Menschen stellen sich diese Fragen und viele kommen zu dem Schluss: „Das hat alles gar keinen Sinn. Es ist vollkommener Unsinn das 6 Milliarden Menschen auf dieser Welt leben. Weil das ganze kein Ziel verfolgt.“ Für sich selber finden depressive Menschen häufig natürlich überhaupt keinen Sinn, was in vielen Fällen mit einem Suizidversuch beginnt und mit einem Suizid endet. Aber genug der dramatik…
Was sagen denn andere über den Sinn des Lebens?
Religionen finden häufiger Ziele oder Sinnhaftigkeiten im Leben. Und wenn nicht im, dann zumindest nach dem Leben. Ein Leben nach dem Tot, oder die Theorie der Wiedergeburt. Oder man „lebt“ als Geist in einer anderen Dimension weiter. Wie kommen Menschen auf solch merkwürdige Theorien, die doch von vielen Menschen als wahr empfunden werden. Man kann ja keinen Toten fragen was nach dem Leben kommt, aber ein Grund warum solche Theorien in vielen Kulturkreisen vorherrschen ist, dass man Menschen befragt hat, die eine Nahtoterfahrung gemacht haben. Also Menschen die schon fast über der Wupper wahren, dann aber zurückgeholt wurden. Wenn die sagen, dass Sie ein Licht gesehen haben, welches Sie magisch angezogen hat und alles total schön war, dann wird das doch wohl stimmen, oder…
Eine kleine Geschichte mit Fragestellung:
Ein Heroinabhängiger Drogenkonsument spritzt sich seine Dosis Heroin in die Vene. Die Droge wirkt sehr schnell und die Stimulation seiner Opioidrezeptoren verwirrt seine Wahrnehmung. Er ist plötzlich nicht mehr in seiner versifften Absteige, sondern von jetzt auf gleich in einer wunderschönen Welt. Alles fühlt sich toll an, aber ist er wirklich da? Oder liegt er immer noch in seiner versifften Absteige und hat eine Kanüle in der Ellenbogenvene?
Wenn jemand stirbt, passiert vermutlich etwas ganz ähnliches: Endorphine, also kurze Neuropeptide werden in rauhen Mengen freigesetzt und diese besetzen, oh Wunder, die Opioidrezeptoren in unserem Körper. Unser Körper gibt uns quasi eine Dosis Heroin for free. Warum? Um die Situation leichter zu machen. Sterben hat sehr oft etwas mit Schmerzen zu tun. Können Sie sich vorstellen was für Schmerzen und was für Angst ein Herzinfarkt bei einem Patienten auslöst? Wie stark die Schmerzen bei Krebs oder einem akutem Abdomen sind? Der Körper reagiert darauf. Er nimmt den Schmerz als Bedrohung war und setzt seine eigenen Medikamente ein: “Die Endorphine.“ Und wenn jemand noch rechtzeitig einen Rettungswagen ruft, dann bekommt der Patient vom Notarzt eine weitere Dosis „Glücklichmacher“, nämlich ein Opioidanalgetika wie Morphin. Unter diesen Medikamenten kann man alles sehen.
…also ein Leben nach dem Tot kommt für mich nicht in Frage. Es währe vermutlich auch ziemlich voll im Himmel. Wenn man 6 Millionen Jahre Menschheitsgeschichte rechnet. (siehe Grafik) Aber auch knapp 1 Million Jahre Homo sapiens, währe eine gewaltige Menge, die erstmal Platz braucht.
Was macht denn für mich Sinn? Ich als „wissenschaftlich denkender Mensch“, habe meine ganz eigene Theorie, die ich mir aus mehreren Lehren zusammengebaut habe. Möglich währe für mich:
Wir wurden von einer höher entwickelten Form zusammen mit allen Tieren etc… zusammen auf einem ausgewählten Planeten (Erde) ausgesetzt. Weil die Jungs mal gucken wollten, was sich wohl am meisten durchsetzt.
Das klingt erstmal ganzschön absonderlich, mach aber mehr „SINN“ als die religiösen Theorien, dass Gott in sieben Tagen ne Welt baut. Also woraus bestehen wir denn? Egal ob Mensch, Tier oder Pflanze, wir alle bestehen aus Zellen. In diesen Zellen ist die DNS (Desoxiribonucleinsäure) Diese Zellen haben nur einen Sinn und zwar sich zu vermehren. Das gleiche Ziel verfolgen Viren übrigens auch und ratet woraus Sie bestehen? (Viren sind reine DNS). Und was unterscheidet uns Menschen von den Zellen? Jetzt nicht aus der Nähre betrachtet, sondern mal von weiter weg. Guckt doch mal aus dem Weltraum auf die Erde runter und beschreibt was da passiert. Ihr seht Viren, deren einziges Ziel es ist sich zu vermehren. Dann seht Ihr Zellen, deren einziges Ziel es ist sich zu vermehren und dann bemerkt Ihr, dass die Zellen ein ganzes bilden, nämlich einen Menschen. Was würdet Ihr wohl sagen was der Mensch da auf de Erde macht? Was für ein Ziel verfolgt er? Richtig, er möchte sich nur vermehren! Aber wir Menschen sind damit nicht alleine. Tiere und Pflanzen unterscheiden sich da nicht, sondern wurden von „denen die uns hier abgesetzt haben“ nur mit anderen Mechanismen und Taktiken ausgestattet. Pflanzen vermehren sich über Samen, die Sie mit dem Wind schicken oder sich Bienen zur Hilfe nehmen. Tiere und Menschen haben den natürlichen Sexualtrieb.
Vor Depressionen schützt das natürlich nicht! Aber wenn man das ganze so sieht und genauso akzeptiert. Dann ist es vielleicht einfacher das Leben „einfach“ zu nehmen und es nicht als Last oder Prüfung zu sehen, der man nicht gewachsen ist. Was von dir verlangt wird ist viel einfacher: „Du sollst einfach nur Leben und am besten deine DNS überall verteilen wo nur geht!“
In diesem Sinne, Viel Spaß!


Meine Theorie: Es gibt keine depressiven Tiere, weil für Tiere nur das JETZT existiert. Keine Angst vor dem Morgen, keine (vielleicht noch so gräßliche) Erinnerung an das Gestern, nur hier, heute und jetzt. Das spart ‘ne Menge Nerven und macht das Leben lebenswerter …
so ist es! Übrigens machen Lemminge keinen Massenselbstmord, (für die die das dachten) siehe hier: Lemminge
und meine Kommentarschrift ist übelst groß, werde das mal ändern müssen
viel besser!
Sieht aus wie vorher, genauso groß wie der Haupttext.
aber nicht der Text, während du in die Textbox schreibst. Das waren vorher 18px
Hallo zusammen,
Ich glaube nicht dass Tiere keine Erinnerung an das Vergangene haben, im Gegenteil Ein zuvor misshandeltes Tier benötigt mehr oder weniger Zeit um wieder Vertrauen zum Menschen zufassen. Erlebe es selbst zu hauf bei der Vermittlung von Straßenhunden und Katzen.
Ebenso denke ich dass Tiere eine andere Art von Depreession haben können, die sich in Traurigkeit oder das Vermissen des Herrchens als eine Art Lethargie zeigen, auch das habe ich mehrfach selbst erlebt.
Nun denke ich aber auch, dass Depression eine Art Volkskrankheit geworden ist. An jeder Ecke trifft man Menschen die sich über irgendwelche Krankheitsbilder unterhalten. Der eine hats im Kreúz, der andere in der Hüfte und der dritte hat Migräne, da muss man ja depressiv werden. Die Wartezimmer bei den Ärzten sind voll von vor sich hinstarrenden Menschen, die in ihrem Frust zu versinken drohen, in den Geschäften hetzen sie mit der Einkaufskarre an den Regalen vorbei und … klar, für massig Euronen haste nur ein paar Teile gekauft, was zu Zeiten der DM noch das Wägelchen füllte.
Kein Wunder, dass sich Frustdepri breitmacht.
Lieben Gruß *deprifreie*
Wakanda
Nachtrag:
hat geklappt Tobias, vielen Dank für den Tipp mit dem css
Oh mein Gravatar ist hier. Bei mir wird der doppelt angezeigt, deshalb hab ich das deaktiviert.
Gruß
Wakanda